RKU – Bauzentrum München

Web-Forum: Klimaschutz, Naturschutz und Artenvielfalt am Gebäude – Teil 2

Web-Forum vom Bauzentrum München:

Klimaschutz, Naturschutz und Artenvielfalt am Gebäude – Teil 2:

– Gebäude als Lebensraum für Wildtiere: Lösungen für Neubau und Sanierungen
– Fassaden und Artenschutz
– Praxisbeispiel: Biodiversität durch Wohnungsbaugesellschaften
– Leben mit Stadttauben

 

Fortbildungspunkte Energieeffizienz-Expertenliste:

4 Unterrichtseinheiten Wohngebäude
4 Unterrichtseinheiten Nichtwohngebäude
4 Unterrichtseinheiten Energieaudit DIN 16247

 

Teilnahme kostenfrei – Online-Anmeldung erforderlich – siehe unten

 

Diese Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Verband Baubiologie e.V.

 

Alle Online-Veranstaltungen vom Bauzentrum München werden mit Webex Events durchgeführt.
Angemeldete Personen erhalten rechtzeitig vor der Veranstaltung den Teilnahme-Link per E-Mail.

 

Thema

 

Ob sogenannte Kulturfolger – also Wildtiere, die dem Menschen in die Städte folgten – gute Bedingungen zum Überleben finden, wird durch die Architektur, Fassaden und Strukturen unserer Städte bestimmt. Sanierungen oder der Abriss von Gebäuden kostet jährlich viele Vögel und Fledermäuse das Quartier, den Nistplatz, die Brut und oftmals auch das Leben. Vorausschauende Planungen sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen können hier Wesentliches zum Artenschutz beitragen. Wie können sich Wohnungsbaugesellschaften um Insekten, Vögel, Fledermäuse und Igel kümmern? Wie kann durch eine zielgerichtete Planung und Pflege ein entscheidender Beitrag zur Stadtnatur entstehen?

 

Bekannte Vogelarten wie Mauersegler, Turmfalken und Sperlinge nisten an und in Gebäuden (Gebäudebrüter), z.B. in Dachstühlen, Traufbereichen oder Gebäudeschlitzen. Im Zuge der gewünschten und notwendigen Energiewende werden viele Gebäude energetisch saniert, wodurch die für Gebäudebrüter lebensnotwendigen Höhlen und Nischen zunehmend verschwinden. Moderne Neubauten bieten den Gebäudebrütern aufgrund ihrer Baukonstruktionen und Anforderungen an die Dichtigkeit häufig keinen Raum um ihren Nachwuchs aufzuziehen. Die Folge ist ein stetiger Rückgang der Populationen. Abhilfe bieten vogelspezifische Brutkästen, die an oder in Hausfassaden angebracht werden können. Hierbei sind bautechnische Anforderungen und DIN-Konformität zu prüfen. Artenschutz und energetische Sanierungen lassen sich sehr gut vereinen – auch bei Wärmedämmverbundsystemen (WDVS). Allerdings kann es bei bestimmten WDVS-Konstruktionen auch zu Problemen kommen, wenn z.B. Spechte Löcher in die Dämmung hacken. Diese Veranstaltung informiert anhand praktischer Beispiele, welche Lösungsansätze es gibt, wie beispielweise Vergrämung, vorbeugende Maßnahmen durch Auswahl geeigneter Dämmsysteme und Putze, sowie Reparaturen oder Sanierungen. Vorgestellt wird u.a. der Instandhaltungsleitfaden des Bundesverbandes Ausbau und Fassade, der darüber informiert, wie beim Schutz der Fassaden vor Algen und Pilzen auch Natur- und Umweltschutz berücksichtigt werden kann.

 

Auch das Thema Stadttauben und Architektur erregt die Gemüter und wird kontrovers diskutiert. Für die einen sind Tauben possierlich, die anderen sehen die materiellen und finanziellen Schäden an Gebäuden, die durch die Tauben entstehen können. Zur Abwehr von Stadttauben werden an Fassaden, Balkonen oder in Passagen häufig nachträgliche und teure Maßnahmen ergriffen. Besser wäre es allerdings, bereits bei Neubau oder Sanierung von Gebäuden die Taubenabwehr intelligent zu integrieren. Seit einigen Jahren werden zunehmend auch Taubenhäuser zur Begrenzung der Population nach dem „Augsburger Modell“ eingesetzt.

 

Das Bauzentrum München dankt Pamela Jentner für die fachliche Leitung bei der Vorbereitung dieser Veranstaltung und die Moderation.

 

Programm

 

14:00

Einleitung und Moderation
Pamela Jentner, Dipl.-Biologin, OrangePep GmbH & Co.KG, Freising, Verband Baubiologie e.V.

 

14:10

Artenschutz und energetische Sanierung – das lässt sich vereinen
– Geeignete Nistkästen an gedämmten Fassaden
– Bautechnische Anforderungen und DIN-Konformität
Natalie Neuhausen, Dipl.-Ing. Architektin und Energieberaterin, München

 

14:30

Wer hackt und trommelt denn da?
– Konflikte durch Spechte und Fassaden-Beschädigungen
– Ursachen und Wirkung, Erfahrungen zur Vergrämung und Abwehr
Pamela Jentner, Dipl.-Biologin, OrangePep GmbH & Co.KG, Freising, Verband Baubiologie e.V.

 

14:50

Fassaden mit Wärmedämmverbundsystemen (WDVS)
– Spechtschäden an WDVS-Systemen, Oberflächen und Putzen
– Algen und Pilze an WDVS: Instandhaltungsleitfaden des Bundesverbandes Ausbau und Fassade
Werner Fuest, FUEST Dämmung und Farbe GmbH & Co. KG, Eching

 

15:20  Fragen zum ersten Teil

 

15:30  Pause

 

15:40

Praxisbeispiel: Biodiversität durch Wohnungsbaugesellschaften
– Handlungsgrundlagen für Wohnungsbaugesellschaften
– Zielgerichtete Planungen und Pflege: Fallbeispiel Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt
Rudi Wittmann, Sachgebietsleiter Grünanlagenpflege, Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH

 

16:10

Stadttauben und Architektur
– Vergrämung und Prävention
– Einsatz von Taubenhäusern
Reinhard Bodisch, Dipl.-Biologe, Referat für Klima- und Umweltschutz

16:40  Fragen zum zweiten Teil

 

17:00  Ende der Veranstaltung

 

Teilnahmebestätigung

Falls sie eine Teilnahme-Bestätigung benötigen (ggf. inklusive Fortbildungsode für die Energieeffizienz-Experten-Liste) muss diese kostenpflichtig (25 Euro) mittels Formblatt (Download-Portal) bestellt werden.

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Veranstaltungsreihe

Fachforen - Exkursionen

Beschreibung

Web-Forum vom Bauzentrum München:

Klimaschutz, Naturschutz und Artenvielfalt am Gebäude – Teil 2:

– Gebäude als Lebensraum für Wildtiere: Lösungen für Neubau und Sanierungen
– Fassaden und Artenschutz
– Praxisbeispiel: Biodiversität durch Wohnungsbaugesellschaften
– Leben mit Stadttauben

 

Fortbildungspunkte Energieeffizienz-Expertenliste:

4 Unterrichtseinheiten Wohngebäude
4 Unterrichtseinheiten Nichtwohngebäude
4 Unterrichtseinheiten Energieaudit DIN 16247

 

Teilnahme kostenfrei – Online-Anmeldung erforderlich – siehe unten

 

Diese Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Verband Baubiologie e.V.

 

Alle Online-Veranstaltungen vom Bauzentrum München werden mit Webex Events durchgeführt.
Angemeldete Personen erhalten rechtzeitig vor der Veranstaltung den Teilnahme-Link per E-Mail.

 

Thema

 

Ob sogenannte Kulturfolger – also Wildtiere, die dem Menschen in die Städte folgten – gute Bedingungen zum Überleben finden, wird durch die Architektur, Fassaden und Strukturen unserer Städte bestimmt. Sanierungen oder der Abriss von Gebäuden kostet jährlich viele Vögel und Fledermäuse das Quartier, den Nistplatz, die Brut und oftmals auch das Leben. Vorausschauende Planungen sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen können hier Wesentliches zum Artenschutz beitragen. Wie können sich Wohnungsbaugesellschaften um Insekten, Vögel, Fledermäuse und Igel kümmern? Wie kann durch eine zielgerichtete Planung und Pflege ein entscheidender Beitrag zur Stadtnatur entstehen?

 

Bekannte Vogelarten wie Mauersegler, Turmfalken und Sperlinge nisten an und in Gebäuden (Gebäudebrüter), z.B. in Dachstühlen, Traufbereichen oder Gebäudeschlitzen. Im Zuge der gewünschten und notwendigen Energiewende werden viele Gebäude energetisch saniert, wodurch die für Gebäudebrüter lebensnotwendigen Höhlen und Nischen zunehmend verschwinden. Moderne Neubauten bieten den Gebäudebrütern aufgrund ihrer Baukonstruktionen und Anforderungen an die Dichtigkeit häufig keinen Raum um ihren Nachwuchs aufzuziehen. Die Folge ist ein stetiger Rückgang der Populationen. Abhilfe bieten vogelspezifische Brutkästen, die an oder in Hausfassaden angebracht werden können. Hierbei sind bautechnische Anforderungen und DIN-Konformität zu prüfen. Artenschutz und energetische Sanierungen lassen sich sehr gut vereinen – auch bei Wärmedämmverbundsystemen (WDVS). Allerdings kann es bei bestimmten WDVS-Konstruktionen auch zu Problemen kommen, wenn z.B. Spechte Löcher in die Dämmung hacken. Diese Veranstaltung informiert anhand praktischer Beispiele, welche Lösungsansätze es gibt, wie beispielweise Vergrämung, vorbeugende Maßnahmen durch Auswahl geeigneter Dämmsysteme und Putze, sowie Reparaturen oder Sanierungen. Vorgestellt wird u.a. der Instandhaltungsleitfaden des Bundesverbandes Ausbau und Fassade, der darüber informiert, wie beim Schutz der Fassaden vor Algen und Pilzen auch Natur- und Umweltschutz berücksichtigt werden kann.

 

Auch das Thema Stadttauben und Architektur erregt die Gemüter und wird kontrovers diskutiert. Für die einen sind Tauben possierlich, die anderen sehen die materiellen und finanziellen Schäden an Gebäuden, die durch die Tauben entstehen können. Zur Abwehr von Stadttauben werden an Fassaden, Balkonen oder in Passagen häufig nachträgliche und teure Maßnahmen ergriffen. Besser wäre es allerdings, bereits bei Neubau oder Sanierung von Gebäuden die Taubenabwehr intelligent zu integrieren. Seit einigen Jahren werden zunehmend auch Taubenhäuser zur Begrenzung der Population nach dem „Augsburger Modell“ eingesetzt.

 

Das Bauzentrum München dankt Pamela Jentner für die fachliche Leitung bei der Vorbereitung dieser Veranstaltung und die Moderation.

 

Programm

 

14:00

Einleitung und Moderation
Pamela Jentner, Dipl.-Biologin, OrangePep GmbH & Co.KG, Freising, Verband Baubiologie e.V.

 

14:10

Artenschutz und energetische Sanierung – das lässt sich vereinen
– Geeignete Nistkästen an gedämmten Fassaden
– Bautechnische Anforderungen und DIN-Konformität
Natalie Neuhausen, Dipl.-Ing. Architektin und Energieberaterin, München

 

14:30

Wer hackt und trommelt denn da?
– Konflikte durch Spechte und Fassaden-Beschädigungen
– Ursachen und Wirkung, Erfahrungen zur Vergrämung und Abwehr
Pamela Jentner, Dipl.-Biologin, OrangePep GmbH & Co.KG, Freising, Verband Baubiologie e.V.

 

14:50

Fassaden mit Wärmedämmverbundsystemen (WDVS)
– Spechtschäden an WDVS-Systemen, Oberflächen und Putzen
– Algen und Pilze an WDVS: Instandhaltungsleitfaden des Bundesverbandes Ausbau und Fassade
Werner Fuest, FUEST Dämmung und Farbe GmbH & Co. KG, Eching

 

15:20  Fragen zum ersten Teil

 

15:30  Pause

 

15:40

Praxisbeispiel: Biodiversität durch Wohnungsbaugesellschaften
– Handlungsgrundlagen für Wohnungsbaugesellschaften
– Zielgerichtete Planungen und Pflege: Fallbeispiel Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt
Rudi Wittmann, Sachgebietsleiter Grünanlagenpflege, Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH

 

16:10

Stadttauben und Architektur
– Vergrämung und Prävention
– Einsatz von Taubenhäusern
Reinhard Bodisch, Dipl.-Biologe, Referat für Klima- und Umweltschutz

16:40  Fragen zum zweiten Teil

 

17:00  Ende der Veranstaltung

 

Teilnahmebestätigung

Falls sie eine Teilnahme-Bestätigung benötigen (ggf. inklusive Fortbildungsode für die Energieeffizienz-Experten-Liste) muss diese kostenpflichtig (25 Euro) mittels Formblatt (Download-Portal) bestellt werden.

Datum

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Uhrzeit

14:00 bis 17:00

Anmeldeschluss

20.10.2021 12 Uhr

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Verfügbare Plätze

429 von 500

Anmeldung

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