RAW – Veranstaltungen des Referats für Arbeit und Wirtschaft

Strukturwandel Meet-Up am 15. Juni mit Dr. Claudia Globisch, IAB

Wenn der Arbeitsmarkt in weiter Ferne liegt:

Komplexe Problemlagen als Herausforderung für die Beratung zwischen Teilhabe, Herstellung der Beschäftigungsfähigkeit und Arbeitsmarktintegration

 

Seit der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) im Jahr 2005 wird in Politik und Wissenschaft kontrovers diskutiert, wie Leistungsberechtigte im Rahmen der Grundsicherung adäquat unterstützt werden können. Für Personen mit komplexen Problemlagen wurde mit dem beschäftigungsorientierten Fallmanagement (bFM) eine spezialisierte Beratung eingeführt (ähnlich wie im SGB III mit der „Internen ganzheitlichen Beratung“ (INGA)), um die spezielle Zielgruppe der arbeitsmarktfernen Arbeitslosen mit mehr Zeit und Fachkompetenz besser zu unterstützen. Mit dem Teilhabechancengesetz hatte die Große Koalition einen weiteren Anlauf für einen „Sozialen Arbeitsmarkt“ unternommen und zum Jahresbeginn 2019 zwei neue Instrumente geschaffen, die jeweils hohe Lohnkostenzuschüsse für Arbeitgeber vorsehen, die Langzeitarbeitslose beziehungsweise sehr arbeitsmarktferne Personen einstellen. Hier konnten beträchtliche Erfolge erzielt werden, gleichzeitig wird das Instrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ aufgrund der finanziellen Haushaltlage kaum noch realisiert.

 

Mit dem Rückgang der Arbeitslosigkeit hat die Konzentration multipler Problemlagen im Laufe der Jahre noch zugenommen, weshalb die Beratung vor neuen Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen sozialer Fürsorge und Arbeitsmarktintegration steht. Fachkräfte nennen häufiger gesundheitliche Problemlagen, vor allem psychische Probleme, als relevante Vermittlungshemmnisse. Entsprechend stehen in der Beratungsarbeit die Stabilisierung der Lebensumstände und Gesundheit an erster Stelle – Erfolge, die nicht immer im Controlling abgebildet werden.

 

Im Vortrag werden die Problemlagen arbeitsmarktferner Arbeitsloser und Antworten sowie Herausforderungen und Möglichkeiten der Politik und Arbeitsverwaltung im Umgang mit arbeitsmarktfernen Arbeitslosen diskutiert. Die Analysen stützen sich auf standardisierte Befragungen von Jobcenter-Fachkräften sowie Fallbeobachtungen und Interviews in Jobcentern und Agenturen.

 

  • Dr.in Claudia Globisch ist seit Juli 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am IAB und forscht dort zum Verhältnis von Staat und Bürger*innen innerhalb administrativer Prozesse, Beratungsprozessen zwischen Teilhabe und Vermittlungsanforderung, Teilhabe von arbeitsmarktfernen Arbeitslosen, Teilhabe von Familien sowie politischen Einstellungen und Demokratievertrauen. Ihre Forschungen nehmen Inklusions- und Exklusionsprozesse, (sozial-)politische Governance und relationale Autonomiespielräume von Personen und Institutionen in den Blick. Neben der Sozialpolitik- und Armutsforschung mit besonderer Berücksichtigung der Schnittstelle Beratung und Vermittlung in der Arbeitsverwaltung, gehören die Rechtsextremismus- und Antisemitismusforschung (im WorldWideWeb und Social Media) sowie qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung zu ihren Forschungsschwerpunkten.

 

Die Veranstaltung ist barrierefrei zu erreichen. Sollten Sie weiteren Unterstützungsbedarf haben, melden Sie sich gerne bei uns: strukturwandel.raw@muenchen.de

Über den Veranstaltungsort: Im PlanTreff dreht sich alles um die Münchner Stadtentwicklung. Als kommunikative Plattform vernetzt er die Akteur*innen der Stadt und ermöglicht einen kontinuierlichen Dialog über die wichtigsten Zukunftsfragen. Programm unter muenchen.de/plantreff oder @plantreffmuc.

Diese Einladung steht unter dem Vorbehalt, dass die Annahme mit den für Sie geltenden internen Compliance-Vorschriften in Einklang steht, und wir bitten Sie, dies zu prüfen.

Anklicken für größere Ansicht.

Wenn der Arbeitsmarkt in weiter Ferne liegt:

Komplexe Problemlagen als Herausforderung für die Beratung zwischen Teilhabe, Herstellung der Beschäftigungsfähigkeit und Arbeitsmarktintegration

 

Seit der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) im Jahr 2005 wird in Politik und Wissenschaft kontrovers diskutiert, wie Leistungsberechtigte im Rahmen der Grundsicherung adäquat unterstützt werden können. Für Personen mit komplexen Problemlagen wurde mit dem beschäftigungsorientierten Fallmanagement (bFM) eine spezialisierte Beratung eingeführt (ähnlich wie im SGB III mit der „Internen ganzheitlichen Beratung“ (INGA)), um die spezielle Zielgruppe der arbeitsmarktfernen Arbeitslosen mit mehr Zeit und Fachkompetenz besser zu unterstützen. Mit dem Teilhabechancengesetz hatte die Große Koalition einen weiteren Anlauf für einen „Sozialen Arbeitsmarkt“ unternommen und zum Jahresbeginn 2019 zwei neue Instrumente geschaffen, die jeweils hohe Lohnkostenzuschüsse für Arbeitgeber vorsehen, die Langzeitarbeitslose beziehungsweise sehr arbeitsmarktferne Personen einstellen. Hier konnten beträchtliche Erfolge erzielt werden, gleichzeitig wird das Instrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ aufgrund der finanziellen Haushaltlage kaum noch realisiert.

 

Mit dem Rückgang der Arbeitslosigkeit hat die Konzentration multipler Problemlagen im Laufe der Jahre noch zugenommen, weshalb die Beratung vor neuen Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen sozialer Fürsorge und Arbeitsmarktintegration steht. Fachkräfte nennen häufiger gesundheitliche Problemlagen, vor allem psychische Probleme, als relevante Vermittlungshemmnisse. Entsprechend stehen in der Beratungsarbeit die Stabilisierung der Lebensumstände und Gesundheit an erster Stelle – Erfolge, die nicht immer im Controlling abgebildet werden.

 

Im Vortrag werden die Problemlagen arbeitsmarktferner Arbeitsloser und Antworten sowie Herausforderungen und Möglichkeiten der Politik und Arbeitsverwaltung im Umgang mit arbeitsmarktfernen Arbeitslosen diskutiert. Die Analysen stützen sich auf standardisierte Befragungen von Jobcenter-Fachkräften sowie Fallbeobachtungen und Interviews in Jobcentern und Agenturen.

 

  • Dr.in Claudia Globisch ist seit Juli 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am IAB und forscht dort zum Verhältnis von Staat und Bürger*innen innerhalb administrativer Prozesse, Beratungsprozessen zwischen Teilhabe und Vermittlungsanforderung, Teilhabe von arbeitsmarktfernen Arbeitslosen, Teilhabe von Familien sowie politischen Einstellungen und Demokratievertrauen. Ihre Forschungen nehmen Inklusions- und Exklusionsprozesse, (sozial-)politische Governance und relationale Autonomiespielräume von Personen und Institutionen in den Blick. Neben der Sozialpolitik- und Armutsforschung mit besonderer Berücksichtigung der Schnittstelle Beratung und Vermittlung in der Arbeitsverwaltung, gehören die Rechtsextremismus- und Antisemitismusforschung (im WorldWideWeb und Social Media) sowie qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung zu ihren Forschungsschwerpunkten.

 

Die Veranstaltung ist barrierefrei zu erreichen. Sollten Sie weiteren Unterstützungsbedarf haben, melden Sie sich gerne bei uns: strukturwandel.raw@muenchen.de

Über den Veranstaltungsort: Im PlanTreff dreht sich alles um die Münchner Stadtentwicklung. Als kommunikative Plattform vernetzt er die Akteur*innen der Stadt und ermöglicht einen kontinuierlichen Dialog über die wichtigsten Zukunftsfragen. Programm unter muenchen.de/plantreff oder @plantreffmuc.

Diese Einladung steht unter dem Vorbehalt, dass die Annahme mit den für Sie geltenden internen Compliance-Vorschriften in Einklang steht, und wir bitten Sie, dies zu prüfen.

Datum

15.06.2026

Uhrzeit

12:00 - 13:30 Uhr

Veranstaltungsort

PlanTreff

Blumenstraße 31

80331 München

Termin speichern

ICS-Datei
Google Calendar

Verfügbare Plätze

46 von 60

Anmeldung

Tickets

Ticket Typ Plätze
Standard Buchung

Ich bin damit einverstanden, dass meine oben angegebenen Daten durch das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München zum Zwecke der Durchführung der oben genannten Veranstaltung verarbeitet werden. Ich kann die Einwilligung verweigern oder jederzeit für die Zukunft widerrufen (E-Mail an: mbq@muenchen.de).

Im Falle der Verweigerung oder des Widerrufs der Einwilligungserklärung ist eine Teilnahme an der Veranstaltung nicht möglich. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie unter folgendem Link: www.muenchen.de/dsgvo und https://veranstaltungen.muenchen.de/raw/datenschutz/

Information zu Filmaufnahmen / Fotoaufnahmen
Die Landeshauptstadt München beabsichtigt, im Rahmen der Veranstaltung zum Zweck der städtischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Film- und Fotoaufnahmen zu erstellen. Diese können insbesondere im städtischen Intranet als auch im Internet sowie ggf. in gedruckten Werbematerialien und/oder auf städtischen Veranstaltungen verwendet werden. Auf den Aufnahmen sind gegebenenfalls auch die Gäste der Veranstaltung erkennbar. Bitte informieren Sie die Fotografin oder den Fotografen vor Ort, wenn Sie nicht möchten, dass Bilder, auf denen Sie zu sehen sind, veröffentlicht werden.


Ich möchte Informationen über künftige Veranstaltungen des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) per E-Mail erhalten. Ich bin daher damit einverstanden, dass meine oben angegebenen Daten durch das Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München zum Zwecke der Information über Veranstaltungen des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramm (MBQ) erhoben, verarbeitet und genutzt werden. Ich kann die Einwilligung verweigern oder jederzeit für die Zukunft widerrufen (E-Mail an: mbq@muenchen.de). Im Falle der Verweigerung oder des Widerrufs der Einwilligungserklärung ist eine Information über Veranstaltungen nicht möglich.